Musiksalon

Moderiertes Konzert
Nachbarn im Notenregal
In Kooperationspartner mit dem Institut für Alte Musik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw)

Dienstag, 20. Oktober 2026
Palais Mollard, 19.00 Uhr
 
Ensemble Wiener Cammerstyl (Christoph Ulrich Meier, Hammerklavier; Maria Kubizek, Barockvioline; Peter Hudler, Barockcello)
sowie Studierende des Instituts für Alte Musik der mdw
 
Wie lässt sich eine Sammlung, die hunderte Jahre musi­kalischen Schaffens bewahrt, in einem Konzertprogramm repräsentieren? Für diesen Abend haben wir uns vom Zufall anregen lassen und Paare von Werken ausgewählt, deren Manuskripte im Regal direkt nebeneinanderstehen. Entstan­den ist ein klingender Streifzug durch die Archive: Plötzlich steht ein Vierteljahrhundert Musikgeschichte auf wenigen Zentimetern direkt nebeneinander, das Werk eines gefeierten Meisters findet sich neben dem einer heute beinahe verges­senen Komponistin und bekannte Namen treten mit unerwar­teten klanglichen Facetten in Erscheinung. Das überaus viel­fältige Programm dieses Abends präsentiert Kammermusik vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, darunter Werke von „Stars“ der Musiksammlung wie Joseph Haydn, Franz Schubert und Anton Bruckner neben Entdeckungen von Florian Leopold Gassmann, Ignaz Umlauff, Mathilde Kralik und weiteren Komponist*innen.


Felix Mendelssohn Bartholdy                Mathilde Kralik


 

Moderiertes Konzert
Klangräume zwischen Archiv und Zukunft. 200 Jahre Musiksammlung – 125 Jahre Universal Edition
In Kooperation mit der Universal Edition


Mittwoch, 11. November 2026
Palais Mollard, 17.00 Uhr und 19.00 Uhr
 
Musik: Chaos String Quartet
 
Die Musiksammlung der Österreichischen Nationalbiblio­thek bewahrt die Musik nicht nur der Vergangenheit son­dern auch der Gegenwart für die Zukunft – in Handschriften, digital und im Druck. Mit der Universal Edition feiert einer der bedeutendsten Musikverlage Neuer Musik in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Für ein gemeinsames Fest­konzert lud die Universal Edition ihre Komponist*innen ein, Werke einzureichen, die auf die Bestände der Musiksamm­lung Bezug nehmen. Das daraus entstandene Programm präsentiert die stilistische Vielfalt des aktuellen zeitgenös­sischen Musikschaffens. Die Komponist*innen setzen sich dabei auf vielfältige Weise etwa mit einem einzelnen Werk der Musiksammlung, einer Bestandsgruppe oder aber allgemein mit dem Thema Sammeln, Erinnern und Bewah­ren auseinander.
Der Musiksalon ist Teil des diesjährigen Festivalprogramms von Wien Modern.
Bitte um vorherige Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Chaos String Quartet (© Davide Bertuccio)                                          

 

Konzertanter Opernabend
Cesarini, Caldara, Scarlatti: „Giunio Bruto“. Zum 200-jährigen Gründungsjubiläum der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek
In Kooperationspartner mit dem Institut für Alte Musik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw)


Mittwoch, 9. Dezember 2026
Palais Mollard, 19.00 Uhr
 
Was hat die Oper „Giunio Bruto“ mit der Gründung der Musiksammlung zu tun? Die Antwort darauf liegt in einem Dokument von 1826, das zu Beginn der Gründungsgeschichte stand. Dabei handelt es sich um ein Ansuchen um Überführung älterer Musikhandschriften aus dem Hofmusikarchiv in die Hofbibliothek, die heutige Österreichische Nationalbibliothek. Antragsteller war der musikaffine Präfekt der Hofbibliothek, Moritz von Dietrichstein. In seinem Ansuchen, das behördlich genehmigt wurde, findet nur eine einzige Handschrift namentlich Erwähnung: die Prunkpartitur zur Oper „Giunio Bruto, die um 1711 für Kaiser Joseph I. von Carlo Francesco Cesarini, Antonio Caldara und Alessandro Scarlatti komponiert wurde. Im Musiksalon führt eine feine Auswahl von Stücken durch die Klangwelten dieser barocken Gemeinschaftsarbeit.



Partiturseite aus Giunio Bruto (Mus.Hs.16692) 

 

 

 

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